Häufige Fragen zur Weiterbildung

1) „Was kann ich nach der Weiterbildung bei eventus?"
Das hängt von Deiner Vorbildung ab und davon, wie sehr Du dich in das jeweilige Thema vertiefst. In den Seminaren arbeiten wir hauptsächlich praktisch, mit dem Ziel, dass Du das Gelernte anschließend anwenden kannst. Wenn Du z.B. bei Spielen schon oft angeleitet und mit Gruppen gearbeitet hast, kannst Du dein Repertoire erweitern und deine Methodik verfeinern, wenn Du so etwas noch nie gemacht hast, musst Du natürlich üben und dadurch Erfahrung erwerben. Außerdem lernst Du wichtiges theoretisches Wissen über die jeweiligen Themengebiete und ihre erlebnispädagogische Anwendung. Du erlernst jede Menge erlebnis-pädagogischer Bausteine, die du in deinem Tätigkeitsfeld einbauen und miteinander kombinieren kannst.

Unsere Dozenten sind in der Ausbildung von Erziehern und Lehrern tätig. Viele unserer TeilnehmerInnen sind Sozialpädagogen, arbeiten als Lehrer oder im Hortbereich. Deshalb ist unsere Weiterbildung insbesondere auch für Menschen, welche in diesen Berufsfeldern tätig sind, besonders gewinnbringend.

Unsere Teilnehmer berichten darüber hinaus allgemein, dass im Rahmen der Weiterbildung bei Ihnen Mut und Selbstvertrauen gewachsen sind, sich ihre Grenzen erweitert haben.

 

2) „Welche Voraussetzungen brauche ich?“
Öffne die Sinne, Entdecke Neues, begeistere Dich! 
Pädagogische Vorkenntnisse oder Erfahrung mit Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen sind zwar gut, aber nicht notwendig. Wir erwarten die Bereitschaft, sich auf eine Gruppe und ihren Prozess einzulassen und zu ihrem Wohl beizutragen.

Unsere Teilnehmer kommen aus allen möglichen Berufen, manche arbeiten pädagogisch, andere nicht; die einen bringen ihre Erfahrungen als Väter und Mütter mit, andere sind einfach neugierig. Die einen möchten die Erlebnispädagogik in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen anwenden, anderen liegt es mehr daran mit Erwachsenen zu arbeiten. Wieder andere sehen die Weiterbildung auch als grundsätzliche Möglichkeit, ihr Erfahrungsspektrum und Repertoire zu erweiten.



3) „Welchen Vorteil habe ich mit einem eventus-Zertifikat?"

Wir halten uns an die Standards des Bundesverbandes Erlebnispädagogik (be) zur Qualifikation für Erlebnispädagogen. Sie definieren Qualitätskriterien für die erlebnispädagogische Weiterbildung auf dem Hintergrund des europäischen Qualitätsstandards für lebenslanges Lernen (EQL). Das eventus-Zertifikat „geprüfte/r ErlebnispädagogIn“/ “Erlebnispädagoge Grundqualifikation GQ“ benennt alle gelernten Themen und die Praxiserfahrung. Für den Titel auf dem Zertifikat zählt die individuelle Vorbildung: Geprüfter Erlebnispädagoge wird, wer schon einen pädagogischen Beruf erlernt/studiert hat oder schon länger im Bereich Pädagogik und Soziales arbeitet. Die Bezeichnung „Grundqualifikation Erlebnispädagogik“ gilt für Absolventen, die noch keinen pädagogischen o.ä. Beruf erlernt, jedoch durch den erfolgreichen Abschluss der Weiterbildung erlebnispädagogische Kompetenz erworben haben. Diese Bezeichnungen sind verbandlich geregelt und stellen keinerlei Wertung dar.
 
4) „Warum ist das Zertifikat nicht staatlich anerkannt?"

Es handelt sich um eine Weiterbildung in einem neuen Berufsfeld. Das Berufsbild des Erlebnispädagogen ist nicht staatlich anerkannt, jedoch ist es eine Zusatzqualifikation, welche von vielen Arbeitgebern sehr geschätzt wird. Eine staatliche Anerkennung gibt es nur bei Masterstudiengängen mit ep-Inhalt. 

5) „Welche Pädagogik macht eventus?“

Unser Ansatz ist es, die Erlebnispädagogik ganzheitlich zu begreifen. So wie schon in Urzeiten Wildnisleben und kulturelle Techniken Hand in Hand gingen und miteinander verwoben waren, so verbinden wir bei eventus Naturerlebnis-, Abenteuer- und Wildnispädagogik mit künstlerisch-sozialem Zusammenarbeiten (z.B. durch Theater-Musik-Tanz-Kunsthandwerk). Vielfältige erlebnispädagogische Medien und Techniken ermöglichen den vielseitigen Einsatz in Stadt und Land.

Der Befähigung mit allen Sinnen zu leben, mit weitem Herz und wachem Verstand gleichermassen der Welt zu begegnen und sie zu gestalten, gilt unser besonderes Augenmerk. Das lebenslange und handlungsorientierte Lernen sind die Grundlage für ein Erleben mit Kopf, Hand und Herz.

Die Ideen der Reformpädagogik, wie sie etwa von Kurt Hahn weiter entwickelt wurden, sind Grundlage unserer Arbeit. Unser Verständnis der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen ist durch die Waldorfpädagogik geprägt. So arbeiten wir genauso mit Elementen aus der Waldorfpädagogik wie der intuitiven Pädagogik und anderen Bereichen der Reformpädagogik. Ebenso legen wir in unserer Weiterbildung Wert auf ein ökologisch verantwortungsvolles Naturverständnis und einen nachhaltigen Umgang Mensch und Natur. 

 


6) „Was ist der Unterschied zwischen den Basis- und den Erweiterungskursen?“ 


Alle Basiskurse sind Pflichtkurse. Zwei der Kurse decken den Bereich "Natur" ab, zwei Kurse den Bereich "Kultur", die restlichen vier Kurse den Bereich "Soziales". In den Basiskursen werden Methoden, Spiele, Übungen vermittelt, welche ohne größeren Materialeinsatz bei den jeweiligen Zielgruppen einzusetzen sind. Die Erweiterungskurse sind Pflichtkurse, die jedes Jahr in etwas unterschiedlicher Zusammensetzung angeboten werden. Die Erweiterungskurse, auch Hardskills genannt, geben Einblick in Methoden, welche zum Teil einen erhöhten Materialaufwand erfordern (z.B. Boote, Pfeil und Bogen etc.). Beim Erweiterungskurs "Solo" wird ein Grenzgebiet zur Erlebnispädagogik berührt, welches die Persönlichkeitsentwicklung in der Natur mit Hilfe von Ritualen im Blick hat und welches in unserer Zeit zunehmend an Bedeutung erfährt. Alle unsere Kursinhalte sind so ausgewählt und konzipiert, dass sie eine gute spätere Anwendung des Gelernten mit Kindern, Jugendlichen und  Erwachsenen in der Großststadt bzw. im Naturraum Ost- und Nordeutschlands erlauben.

 


7) „In welchem Zeitraum muss ich die Weiterbildung machen?“ 

Du kannst an drei Wochenenden im Jahr einsteigen. Im Zeitraum eines Jahres bieten wir min. 12 Themenwochenenden und Hardskills an. Nach dem Einstieg und der Entscheidung für die Weiterbildung sollen alle Kurse kontinuierlich besucht werden Für den eigenen Prozess, den Gruppenprozess und die Seminarorganisation hat es sich als  sinnvoll erwiesen, die Weiterbildung konsequent anzugehen und innerhalb von 12-15 Monaten abzuschliessen. In individuellen Notfällen (Familie, Krankheit, berufliche Belastung) 
kann eine Verlängerung des Weiterbildungszeitraumes mit der Seminarleitung abgesprochen und von dieser genehmigt werden. Für die Zulassung zur Abschlussprüfung ist der erfolgreiche Besuch von mindestens 10 Kursen zwingend erforderlich.

 


8) „Warum ist die Seminarreihe so günstig?“
Unsere Preise sollen für jeden erschwinglich sein. eventus möchte als gemeinnütziger Verein die Verbreitung der erlebnispädagogischen Methodik einem breiten Publikum zugänglich machen. Eine Kostenübernahme durch öffentliche Stellen ist individuell anzufragen.



 

9) „Kann man nach der Weiterbildung bei eventus mitarbeiten?“

Wenn Projekte da sind, brauchen wir immer wieder Honorarkräfte. Wir sind ein junger Verein, der sich gerne weiterentwickelt; wenn Du Ideen hast, die Du hier verwirklichen möchtest, bist du gerne willkommen. Ehemaligen Weiterbildunsgteilnehmern bieten wir darüber hinaus die Möglichkeit, zu einem stark ermässigten Preis einzelne Themenwochenenden als Auffrischung, als eine Art Supervision oder einfach auch als Rückbindung des eigenen Tuns an eventus zu wiederholen.

 

10) „Was kosten Verpflegung und Unterkunft?“ 

Aus rechtlichen und organisatorischen Gründen wird die Unterkunft und Verpflegung nicht angeboten. Die Teilnehmer planen und organisieren die Verpflegung selbst. 
Übernachtung ist in Berlin mit Schlafsack und Isomatte meist umsonst möglich, am Seminarort. Bei Veranstaltungen außerhalb ist ein Preis von 7 - 15 € pro Nacht einzukalkulieren, zuzüglich den Kosten der Selbstverpflegung. Meist wird zusammen gekocht und werden die Kosten umgelegt.

 


11) „Kann ich bei eventus eine bereits begonnene EP-Weiterbildung von anderen Anbietern beenden?“
Um zu beurteilen, inwieweit die bisher erworbenen Qualifikationen mit unseren Angeboten übereinstimmen, führen wir gerne ein persönliches Gespräch.